Religionspädagogischer Fachtag in Loccum

Der ev. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat am 14.7.2015 seinen dritten rel. päd. Fachtag für seine 10 ev. Kindertagesstätten in der Akademie Loccum durchgeführt.

Am Beginn stand die Begrüßung von Frau Brückner als päd. Leitung, daran folgte eine Andacht, gehalten von Herrn Sup.Hagen.

Frau Kunze-Beiküfner, Theologin und Dozentin am PTI Drübeck hielt das Eingangsreferat mit dem Thema: „Das Kind im Mittelpunkt religionspädagogischer Arbeit“

Im Laufe des Vormittages arbeiteten die päd. Mitarbeiter/innen in 7 Workshops zu den Themen:

  • Theologisieren mit Kindern
  • Spüren was geschieht – Bibelgeschichten als Rückengeschichten
  • Kind und Familie – veränderte Familienstruktur
  • Beten und segnen im Alltag
  • Abraham – eine Geschichte vom Segen, die Kinder stark macht
  • Was singen wir?
  • Religiöse Bildung in der Krippe

Nach der Mittagspause wurde in den eigenen Kita- Teams zu dem Thema gearbeitet, ausgetauscht und geplant.

Alle sind gestärkt, glücklich und motiviert am späten Nachmittag nach dem Reisesegen nach Hause gefahren.

17 Erzieherinnen erlebten z.B. in dem Workshop „Spüren, was geschieht“ mit Lissy Weidner vom RPI Loccum, wie biblische Geschichten als Rückengeschichten erzählt und gespürt werden können. Während der langsamen Erzählung spiegeln Bewegungen mit den Händen auf dem Rücken der Partnerin die jeweilige Bewegung und Grundstimmung eines Bibeltextes wider; zur Wahrnehmung über den Hörsinn kommt die über den Spürsinn hinzu. Dass diese Art zu erzählen sich auch gut für Kinder mit Einschränkungen in der Wahrnehmung eignet, wurde schnell deutlich, zumal eine Geschichte auch immer zweimal erzählt werden muss, damit jedes Kind einmal in den Genuss des Spürens kommt.

Doch auch die erwachsenen Fachkräfte stellten fest, wie ein spürendes Hören die Konzentration verändert und die emotionale Ebene eines Bibeltextes zum Klingen bringen kann. Vier verschiedene Erzählvorschläge für Kinder von der Krippe bis zum Hort nahmen sie mit nach Hause.