Berichte

Religionspädagogischer Grundkurs

  • Was ist eigentlich Religion?
  • Bin ich selbst religiös sozialisiert?
  • Welche Gottesbilder haben wir – und welche haben die Kinder?
  • Kann ich mit Kindern theologische Gespräche führen?
  • Wie kann ich eine biblische Geschichte erzählen und welche eignet sich wann?
  • Welche Themen und Geschichten verbinden uns auch mit anderen Religionen?
  • Und wie ist das mit dem Beten?

Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigten sich 12 pädagogische Fachkräfte aus acht ev. Kindertagesstätten des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf in einem religionspädagogischen Grundkurs im Mardorfer Gemeindehaus. Zeit, sich mit eigenen Fragen des Glaubens zu beschäftigen; Zeit zum Kennenlernen und Erproben kreativer Methoden für die eigene religionspädagogische Praxis in der Kita.

Erzieherin Nicole Hein und Pastorin Lissy Weidner bildeten das Leitungsteam, das an insgesamt 6 Tagen theologische, praktische und spirituelle Impulse gab und die eigene Ausarbeitung eines Praxisprojektes, das jede Teilnehmerin in der eigenen Kita durchführte, in der Vorbereitung und Reflexion begleitete. Am Ende hielten alle ihre Bescheinigung in der Hand, die schriftlich festhielt, was das Leitungsteam erfahren durfte: Hier waren Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Lebenserfahrung sprachfähig in Glaubensfragen geworden – und sind eingeladen, weiter in diesen Fragen „am Ball“ zu bleiben.

„Nie mehr Drachen basteln mit Opa – mit Kindern nach Tod, Auferstehung und Trost fragen“

Dr Helgard Jamal zu diesem Thema kamen 135 pädagogische Fachkräfte der Kindertagesstätten in Trägerschaft des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf in den Räumen der Heimvolkshochschule Loccum zusammen. Nach der Begrüßung durch die pädagogische Leitung Evelin Brückner führte Lissy Weidner, Pastorin und religionspädagogische Referentin für die Kitas, anhand vielfältiger Fragen ins Thema ein:

Was machen wir eigentlich in unserer Kita, wenn jemand gestorben ist? Gibt es Rituale, die helfen können? Lieder, die Trost spenden? Biblische Geschichten? Wie gehen wir mit einem trauenden Elternteil um; wie schaffen wir den Spagat, uns für das Kind einzusetzen und gleichzeitig Verständnis für die Trauer des Erwachsenen zu haben? Und wenn der Erwachsene einen anderen Glauben hat: was dann? Wie rede ich in der Gruppe vom Sterben – und von Auferstehung: kann ich das? Und was, wenn ich selbst weinen muss? Wohin mit meiner eigenen Trauer?

WorkshopNach einem Eingangsreferat von Frau Dr. Helgard Jamal, die das Todesverständnis von Kindern unterschiedlicher Entwicklungsphasen erläuterte und auch zu praktischen Fragen wie z.B. dem Mitnehmen von Kindern zur Beerdigung Stellung nahm, wurde in 8 Workshops zu den genannten Fragen gearbeitet. Nach einem leckeren Mittagessen konnte dann in den einzelnen Kita-Teams von dem im Workshop Erlebten berichtet und über Umsetzungsmöglichkeiten in der eigenen Kita nachgedacht werden.

WorkshopDass der Tag vom Kirchenjahr her in die Passionszeit mit ihrem Ausblick auf Ostern fiel, passte besonders gut und wurde auch von Superintendent Michael Hagen noch einmal bedacht, bevor er den Tag mit einem Reisesegen beendete. Themenwünsche für den nächsten Religionspädagogischen Fachtag wurden bereits abgegeben…

Lissy Weidner

Schlussegen durch Superintendent Michael Hagen

Perlen des Glaubens - Johannes-Kita Neustadt

Unsere Ranzenbande hat in diesem letzten Kindergartenjahr wundervolle Begleiter: Die „Perlen des Glaubens“. Diese wurden 1995 von Martin Lönnebo, einem Bischof der ev. – luth. Kirche in Schweden entwickelt. Die Perlen reihen sich im Kreis an einem Band aneinander. Die goldene Gottesperle ist die erste von 18 Perlen, mit denen die Kinder Glaubens- und Entwicklungsthemen im Laufe des Kindergartenjahres anschaulich und begreifbar erleben. Das Projekt wird von den zuständigen Mitarbeitern und Frau Pastorin Anna Wißmann vorbereitet und begleitet.

Niemand hat einen „fertigen Glauben“. Wir beginnen mit einem „kleinen Glauben“ und möchten miteinander erleben, dass es ihm ergeht wie einem Samenkorn in der Erde. Er wächst und nimmt Gestalt an. Wir möchten anbieten, dass sich die Beziehung der Kinder zu Gott und zu anderen Menschen vertieft, festigt, sie gestärkt und fröhlich ihren Lebensweg gehen und sich dabei getragen wissen von der Güte und der Liebe Gottes. Die Perlen unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe und weisen mit ihrem Namen auf ihre Bedeutung hin.

Entsprechend dem Kirchenjahresbezug, Anlass oder Lebensthema treffen sich die Kinder, gehen zusammen in die Kirche und lernen die einzelnen Perlen kennen. Dies geschieht in einzelnen Treffen – oder auch mal zusammenhängend innerhalb einer Projektwoche. Nach jedem Mal bekommen die Kinder eine Perle, diese bewahren sie in einer eigenen, individuellen Schatztruhe auf und gestalten am Ende des Projektes ein eigenes Armband für jedes Kind.

Du hast uns deine Welt geschenkt…

… und sie in 7 Tagen erschaffen – mit der Schöpfung unserer wunderbaren Welt haben sich die Johki – Kinder in einem Projekt beschäftigt. Im Bibeltreff haben sie die Schöpfungsgeschichte gehört und anhand des Schöpfungskreuzes nachgestellt. Dies war der Auftakt zur Gestaltung von 7 Schöpfungsstelen in Zusammenarbeit mit Tanja Repenning von der Jugendkunstschule.

Zusammen mit den Kindern entwickelte die Dozentin ein Gesamtkonzept für die sieben Stelen, sowohl inhaltlich als auch für die farbliche Gestaltung.

In einem ersten Gespräch wurden die Farben und die Motive für die einzelnen Stelen anhand der Schöpfungsgeschichte festgelegt. Die Kinder hatten viele Ideen, vor allem zu den unterschiedlichsten Tieren oder auch zum siebten Tag, an dem alles fertig war und alle mit Gott ein Fest feierten.

Da die Kinder von Anfang an, also auch bei den vorbereitenden Arbeiten, teilnehmen konnten, stand dieses Projekt allen Kindern offen und viele nahmen dieses Angebot zum künstlerischen Ausdruck mit Begeisterung an. Dabei konnte sich jedes Kind seinen Interessen und Fähigkeiten entsprechend einbringen.

Es konnten verschiedenste Techniken und Materialien ausprobiert werden. So wurde

z. B. geschliffen, gemalt, gestempelt oder gedruckt. Es wurden große und kleine sowie flache und spitze Pinsel, runde Schwammstempel und geometrische Stempel aus Holz verwendet.

In der ersten Woche wurden alle Stelen abgeschliffen und weiß grundiert.

In der zweiten Woche wurden die unterschiedlichen Farbflächen angelegt.

In der dritten Woche wurde mit der bildlichen Gestaltung der Motive begonnen. .

Zuerst entstanden die Stelen zum 1., 2., 3. und 4.Tag. Hier konnten die Kinder Lichtpunkte, Wolken oder auch Blumen und Bäume mit verschieden großen Schwammstempeln stempeln.

Die Wasserflächen wurden mit gemalten Wellen gestaltet und der Regen und die Samen wurden mit offenen Kreisstempeln gedruckt.

Auch der Nachthimmel wurde mit zahlreichen Sternen und Planeten in unterschied-lichsten Farben bedruckt. Hier kamen geometrische Holzstempel zum Einsatz.

In der vierten Woche wurden schließlich die Stelen zum 5., 6., und 7.Tag gestaltet. Die Kinder malten und stempelten die verschiedensten Tiere. Unter anderem auch die vier Kindergarten-Gruppentiere: Zebra, Löwe, Giraffe und Elefant. Auch wurden große und kleine, sowie schnelle und auch langsame Tiere, wie vorab besprochen, umgesetzt. Bei der 6. und 7. Stele kamen dann noch Adam und Eva als erste Menschen dazu. Am letzten Tag sind Adam und Eva festlich gekleidet und haben eine Torte zwischen sich auf dem Tisch. So feiern sie, dass die Schöpfung fertig und gut gelungen ist. Gott beobachtet alles zufrieden von einer Wolke aus. Während auf der 5. und 6. Stele eher wilde Tiere vorherrschen, überwiegen auf der 7. Stele Haus- oder Nutztiere, wie z. B. Schafe, Hasen oder eine Katze. Auch die Landschaft ist themenentsprechend gestaltet. So findet man auf der 7. Stele Korn- und Blumenfelder, wohingegen auf den beiden anderen Stelen wilde Natur zu sehen ist.

Nach der Fertigstellung wurden die Stelen im Garten aufgestellt und feierlich in einem Gottesdienst enthüllt. Diesen haben wir bei strahlendem Sonnenschein im Garten der Kita mit Frau Pastorin Anna Wißmann gefeiert. Zu diesem und der sich anschließenden Feier konnten wir viele Eltern, Großeltern, Freunde und Gemeindeglieder begrüßen.

 

„Brannte nicht unser Herz?!“ - Religionspädagogische Fortbildungen der Fachstelle Kindertagesstätten im Kirchenkreis

Lissy WEidnereine Teilgruppe präsentiert ihr Arbeitsergebnis beim  Kurs in der Heimvolkshochschule Loccum„Brannte nicht unser Herz?!“ So lautete nicht nur der Titel unseres Workshops zu Passion und Ostern, sondern darum geht es insgesamt in den religionspädagogischen Fortbildungen in unserem Kirchenkreis: Selbst entdecken, wo ein biblischer Text, ein theologisches Thema oder die Frage eines Kindes nach Gott mein Herz brennen lassen – und dann gemeinsam entwickeln, wie ich das Kindern vermitteln und mit ihnen ins Gespräch kommen kann.

Seit August 2017 arbeitet Pastorin Lissy Weidner mit einer 50%-Stelle als religionspädagogische Referentin für die Kindertagesstätten in unserem Kirchenkreis. Nachdem sie in den Bereichen Krippe, Kindergarten und Hort hospitiert hat, starteten die ersten Fortbildungsangebote. Es gibt

  • Einführungstage für neue Kita-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • den obligatorischen religionspädagogischen Grundkurs in Zusammenarbeit mit Nicole Hein, stellv. Leitung und heilpädagogische Fachkraft in der Kita „Pusteblume“
  • regelmäßige Workshops, in denen religionspädagogische Themen wie oben beschrieben für die Kita erarbeitet werden,
  • Arbeit mit der Gebetssonne beim Workshop „Gott in der Krippe“Workshops zum „Leib & Seele stärken“, in denen wir uns Zeit nehmen für unsere eigene Spiritualität, wie z.B. Meditation oder Pilgern.

 

 

Workshop-Teilnehmende entwickeln in Kleingruppen einen Passions- und Osterweg für ihre Kita

Die Taufe in der Johanneskindertagesstätte in Neustadt

Die große BibelIm Februar haben wir eine tolle Projektwoche zum Thema Taufe veranstalte.  Im täglichen Bibeltreff haben wir mit Frau Pastorin Anna Wißmann zu verschiedenen Themen gearbeitet, dazu aus der Bibel gelesen und zum Wochenabschluß einen schönen Gottesdienst miteinander gefeiert.

Am ersten Tag drehte sich alles um unsere Namen: „Wie heißt du?“ Das fragen wir eigentlich immer als erstes, wenn wir jemanden kennenlernen wollen. Unser Name macht uns zu einer Person. Niemand will ja immer nur „hey, du da!“ genannt werden.

Wir haben einen Namen. Und Gott sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ICH HABE DICH BEI DEINEM NAMEN GERUFEN, du bist mein!“(Jesaja 43,1)

Gott kennt uns mit unserem Namen. Er weiß, wer wir sind. Wir selber lernen das erst im Lauf unseres Lebens… Aber unseren Namen, den lernen wir als erstes. Unsere Eltern haben sich ja etwas dabei gedacht, als sie ihn für uns aussuchten.

„Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind!“ (Lukas-Evangelium 10,20)

NemensstempelDie Kinder haben passend dazu ihren Namen gestempelt oder die einzelnen Buchstaben aus der Zeitung ausgeschnitten.

Am zweiten Tag haben wir uns mit dem Wasser beschäftigt: Ohne Wasser gibt’s kein Leben. Deswegen passt es so gut zur Taufe. Denn: In der Taufe spricht Gott uns das Leben zu – hier und jetzt und später im Himmel! Und: In der Taufe wird all das abgewaschen, was uns von Gott trennt und von ihm fernhält. Deswegen brauchte man von Anfang an Wasser zur Taufe.

Auch Jesus selber wurde getauft – und die Geschichte dazu haben wir gehört. Passend zu dem Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ haben die Kinder experimentiert wie groß die Kreise tatsächlich werden.

Am dritten Tag drehte sich alles um ein weiteres wichtiges Symbol bei der Taufe: Das Licht – wir zünden bei jeder Taufe eine Taufkerze an, die das Taufkind mit nach Hause nehmen darf, und die immer an diesen großen Tag erinnern soll.

Warum das Licht so wichtig ist? Jesus Christus selber hat gesagt: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.  (Joh 8,12)

Die Taufkerze erinnert die Christen daran, dass sie durch ihre Taufe zu Jesus Christus gehören. Und wo wir daran denken, wird es hell in uns. Denn wir wissen: Gott liebt uns! Sein Sohn Jesus hat für uns gelebt und uns gezeigt, wie das Leben gelingen kann. Indem wir voller Liebe und Vertrauen leben! Und er ist für uns gestorben und auferstanden, damit wir daran glauben können, dass wir nach unserem Tod auch auferstehen zum ewigen Leben mit ihm!

Deswegen können wir unser Leben im Vertrauen auf Gott leben. Und dann wird durch uns mehr Licht in diese Welt kommen! Wenn wir voller Freude und Hoffnung, voller Glauben und voller Liebe leben – dann wird Gottes Licht durch uns hindurch scheinen, und die Welt wird heller um uns. Und deswegen hat Jesus zu allen Menschen, die ihm zuhörten, gesagt:

Ihr seid das Licht der Welt. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.  (Matthäus-Evangelium, Kapitel 5, Vers 14+16)

In dem Abschlussgottesdienst stand im Altarraum der große Fisch, zu dem jedes Kind und jeder Große eine ganz individuelle Schuppe gestaltet hat – denn: Wir gehören alle zusammen!

Und als Erinnerung an das Projekt hat jedes Kind einen Teelichthalter mit seinem selbstgestalteten Kreuz, seinem Namen, seinem Taufdatum und Taufspruch, bzw. Geburtsdatum mit nach Hause bekommen.

Zehn Kindergärten erhalten Zertifikat

Mehr als eineinhalb Jahre haben sich die Leiterinnen der Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis schulen lassen: nun bekommen die Einrichtungen je ein Zertifikat für Qualitätsmanagement. „Alle Kindergarten haben jetzt einheitliche Standards“, sagt Evelin Brückner von der Geschäftsführung der Kindertagesstätten im Kirchenkreis.

 

Wie überprüft man, ob pädagogische Ziele erreicht sind? Wie geht man mit Beschwerden von Eltern um? Wie sieht eine Stellenausschreibung aus? Für diese und noch viel mehr Fragen haben die Leiterinnen der kirchlichen Kindertagesstätten jetzt gemeinsame Antworten erarbeitet.

 

Das gemeinsame Qualitätsmanagement ist der nächste Schritt der Einigung. Über 19 Monate haben die Leiterinnen von zehn der zwölf Einrichtungen an Grundsätzen und Checklisten gearbeitet, an denen sie ihren Arbeitsalltag ausrichten wollen. „Es ist wie ein Werkzeugkasten“, verdeutlicht Friedlind Eichhorn von der Liebfrauen-Kita aus Neustadt den Begriff des Qualitätsmanagements, und Kollegin Heike Köritz von der Kita St.-Johannes aus Wunstorf fügt hinzu: „Jetzt haben wir eine Struktur, mit der wir arbeiten. Unser Alltag ist so vielschichtig, da verliert man sich sonst leicht im Gewusel.“

Außer den beiden haben Jana Albrecht (Kita Pusteblume, Neustadt), Anke Backhaus (Sonnenblume, Mandelsloh), Iris Bruns (Corvinus, Wunstorf), Sonja Graeser (Schatzinsel, Otternhagen), Sylvia Löhmer Lenz (Stiftskindergarten, Wunstorf), Angela Menke (Arche Noah, Luthe) Daniela Nienburg (Johannes-Kita, Neustadt) und Barbara Tautorat (Kita Eilvese) an der Seminarreihe teilgenommen und das zugehörige Zertifikat erworben, das nun regelmäßig extern überprüft wird.

Unterm Strich war die Langzeitfortbildung ein großes Stück Arbeit, aber dafür „sind wir als Kindertageseinrichtungen auch mehr zusammen gewachsen“, sagt Brückner.

BU: Evelin Brückner von der Geschäftsführung des Trägers im Kirchenkreis (links) freut sich mit den Kita-Leiterinnen über das Zertifikat: Heike Köritz, Sylvia Löhmer-Lenz, Sonja Graeser, Angela Menke, Daniela Nienburg und Friedlind Eichhorn.

Redaktion: Marcus Buchholz

Religionspädagogischer Fachtag in Loccum

Der ev. Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf hat am 14.7.2015 seinen dritten rel. päd. Fachtag für seine 10 ev. Kindertagesstätten in der Akademie Loccum durchgeführt.

Am Beginn stand die Begrüßung von Frau Brückner als päd. Leitung, daran folgte eine Andacht, gehalten von Herrn Sup.Hagen.

Frau Kunze-Beiküfner, Theologin und Dozentin am PTI Drübeck hielt das Eingangsreferat mit dem Thema: „Das Kind im Mittelpunkt religionspädagogischer Arbeit“

Im Laufe des Vormittages arbeiteten die päd. Mitarbeiter/innen in 7 Workshops zu den Themen:

  • Theologisieren mit Kindern
  • Spüren was geschieht – Bibelgeschichten als Rückengeschichten
  • Kind und Familie – veränderte Familienstruktur
  • Beten und segnen im Alltag
  • Abraham – eine Geschichte vom Segen, die Kinder stark macht
  • Was singen wir?
  • Religiöse Bildung in der Krippe

Nach der Mittagspause wurde in den eigenen Kita- Teams zu dem Thema gearbeitet, ausgetauscht und geplant.

Alle sind gestärkt, glücklich und motiviert am späten Nachmittag nach dem Reisesegen nach Hause gefahren.

17 Erzieherinnen erlebten z.B. in dem Workshop „Spüren, was geschieht“ mit Lissy Weidner vom RPI Loccum, wie biblische Geschichten als Rückengeschichten erzählt und gespürt werden können. Während der langsamen Erzählung spiegeln Bewegungen mit den Händen auf dem Rücken der Partnerin die jeweilige Bewegung und Grundstimmung eines Bibeltextes wider; zur Wahrnehmung über den Hörsinn kommt die über den Spürsinn hinzu. Dass diese Art zu erzählen sich auch gut für Kinder mit Einschränkungen in der Wahrnehmung eignet, wurde schnell deutlich, zumal eine Geschichte auch immer zweimal erzählt werden muss, damit jedes Kind einmal in den Genuss des Spürens kommt.

Doch auch die erwachsenen Fachkräfte stellten fest, wie ein spürendes Hören die Konzentration verändert und die emotionale Ebene eines Bibeltextes zum Klingen bringen kann. Vier verschiedene Erzählvorschläge für Kinder von der Krippe bis zum Hort nahmen sie mit nach Hause.